Konzept

... für alle, die gern in die Schule gehen.


Das Johanneum in seiner Gesamtheit kann als Haus gesehen werden, in dem Fundament, Säulen und Dach wichtige Bestandteile sind.

Schülerinnen und Schüler, Kollegium, Schulträgerverein und Förderverein bilden gemeinsam das Fundament, um die Schule zu gestalten und zu beleben.
Säulen sind für die Festigkeit des Hauses bedeutend: Kompetenzentwicklung, Verantwortung, Begabung (Förderung und Forderung) und Partner
Das Dach bietet den Schutz: das Leitbild.

I. Kompetenzentwicklung

Am Johanneum werden ab Klasse 8 die Profile Sprachen (siehe Schulausrichtung) und Naturwissenschaften plus angeboten.

  1. Im Profil Naturwissenschaften plus, das im Freistaat Sachsen nur am Johanneum existiert, wirken die Fächer aus dem naturwissenschaftlichem und gesellschaftswissenschaftlichem Bereich zusammen.
    Dabei werden die Schüler befähigt, durch Blick auf die Gegenwart die Zukunft für Schöpfung und Mensch verantwortlich zu entwickeln.
  2. Des weiteren bietet das Johanneum eine Vielfalt an Fremdsprachen an, welche die Begegnung mit anderen Kulturen aus verschiedenen historischen und geografischen Bereichen ermöglicht. Das sind am Johanneum: Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Sorbisch, Polnisch, Latein und Griechisch. Im sprachlichen Profil können die Schüler als 3. Fremdsprache Spanisch oder/und Altgriechisch erlernen.
    Moderne Fremdsprachen geben eine Basis gegenseitigen Verständnisses und der Toleranz gegenüber Menschen aus anderen Ländern innerhalb eines zusammenwachsenden Europas.
    Mit Sorbisch als Sprache der Region werden Tradition und Kultur der z.T. muttersprachlich aufwachsenden Kinder und Jugendlichen gepflegt. Im Sinne dieser Tradition ist auch das christliche Umfeld der sorbischsprachigen Bevölkerung zu erwähnen.
    Alte Sprachen sind Zugang zu politischen und geistigen Wurzeln Europas. Die europäische Identität hat ihre Grundlagen in der Tradition der griechisch-römischen Kultur, ebenso auch viele europäische Sprachen.
    Hervorzuheben ist eine besondere Vernetzung von Themen aus der Antike mit Autoren und Texten aus dem christlich-religiösen Bereich der Spätantike. Die Sprachfähigkeit in der eigenen Muttersprache ist dabei vorausgesetzt, wird aber auch gezielt entwickelt und gefördert.
  3. Methodenkompetenz
    Um das Bildungsziel der Eigenverantwortlichkeit zu erreichen, arbeitet das Johanneum auf der Grundlage des Methoden- und Kommunikationstrainings nach Klippert; dies wird besonders über einen Zeitraum von drei Unterrichtstagen eingeübt. Daran nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Klassen und Kursstufen 5 – 12 obligatorisch teil.
  4. Das Johanneum als Schulgemeinde erfordert von allen Beteiligten hohe soziale Kompetenzen. Soziales Lernen gehört daher zum Schulprogramm.
    Das Projekt Sozial Handeln entspricht der besonderen christlichen Ausrichtung des Johanneums. Als Höhepunkt – es wird von Klassenstufe 5 - 8 bereits an zwei Unterrichtstagen durchgeführt – dient das Diakonie- und Sozialpraktikum in der 10. Klassenstufe. Die Schüler lernen in sozialen und betrieblichen Einrichtungen das soziale Umfeld kennen und erproben ihre praktischen Fähigkeiten. Sie lernen dadurch konkrete Arbeitsfelder innerhalb des sozialen Bereiches kennen und positionieren sich für die sozialen Fragen in unserer Zeit.
    Durch die Tätigkeit im Schulsanitätsdienst können sie Verantwortung übernehmen und stärken ihr Vertrauen zu den Einzelnen innerhalb der Schulgemeinde.

II. Verantwortung

Eigenverantwortung und Verantwortung gegenüber anderen (Gesamtverantwortung) sind Fähigkeiten, die Ausbildungsbetriebe und Universitäten von Auszubildenden und Studenten erwarten und voraussetzen.
Aufgrund der Vernetzung von fachlichem Wissen und Fertigkeiten kann der Einzelne nicht isoliert bestehen.
Die individuellen Fähigkeiten und Begabungen können sich nur in einer Gemeinschaft, in einem Team entfalten; das schließt die Förderung des Einzelnen nicht aus, sondern ein.

III. Fordern und Fördern

Das Fordern leistungsstarker Schüler und das Fördern leistungsschwacher oder verhaltensauffälliger Schüler geschehen im Interesse einer bestmöglichen Entwicklung.
Ziel ist, die individuellen Fähigkeiten und die Phantasie der Schüler zu entfalten und in ihnen Mut und Freude für lebenslanges Lernen zu erwecken. In den Schulpartnerschaften und in den Klassenfahrten bzw. Exkursionen werden Interesse und Offenheit der Schüler gefördert.

IV. Partner

Wichtig für das Leben in unserer Gesellschaft und für demokratisches Handeln sind kompetente Partner aus Kirche, Wirtschaft und Gesellschaft, die uns in vielen Projekten und in der Vorbereitung auf die Berufswelt unterstützen.
Dadurch ist das Johanneum keine Insel, sondern lebendiger Teil der Gesellschaft und des Lebens der mit uns verbundenen Familien.